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Wetten, dass..?

 
Wolfgang Rademann. Quelle: ZDF
Wolfgang Rademann

Wolfgang Rademann

Legende unter den TV-Produzenten

Wolfgang Rademann ist unter den deutschen TV-Produzenten nicht nur einer der dienstältesten, sondern auch der erfolgreichsten: Fernsehklassiker wie "Die Peter Alexander Show", "Ein verrücktes Paar", "Die Schwarzwaldklinik" und "Insel der Träume" lagen in der Verantwortung des gebürtigen Berliners. Eine seiner erfolgreichsten Serien läuft - oder besser: schwimmt - bis heute: das ZDF-"Traumschiff". Am 8. November sticht der Luxusliner im ZDF wieder in See. Einen Tag zuvor ist Wolfgang Rademann als Wettpate zu Gast bei Wetten, dass..?

 
 
 
 

Wolfgang Rademann wurde 1934 in Berlin geboren. Nach einer Schriftsetzerlehre in den Druckereibetrieben des "Nachtexpress" und der "Täglichen Rundschau" arbeitete Rademann von 1953 bis zu sei­ner Flucht im November 1958 als freier Lokalreporter in Ostberlin. Für den Rundfunk stellte er Tanzmusik-Sendungen zusammen und ver­suchte sich als Veranstalter so genannter "Bunter Abende".

 

Pressechef von Peter Alexander

Im Westen der damals geteilten Stadt setzte Rademann seine journa­listische Tätigkeit fort. Er arbeitete neun Jahre für die Tageszeitung "B.Z." und recherchierte Serien für verschiedene Illustrierte ("Stern" und andere). Das brachte ihn zunehmend in Kontakt mit Künstlern der Showszene, die den umtriebigen Journalisten schätzen lernten. 1962 erhielt er seinen ersten Promotion-Vertrag von Eric van Aro für dessen da­malige Frau, Caterina Valente. Später wurde er Pressechef von Pierre Brice und Peter Alexander.

 

Den Durchbruch als Fernsehproduzent schaffte Rademann 1964, als er zusammen mit Henno Lohmeyer für das ZDF die Sendung "Das Leben ist die größte Show" realisierte. Weitere journalistisch-unter­haltende Sendungen mit Henno Lohmeyer waren "Zwischenstation", "Gefragte Gäste" und "Der Stargast". Zu einem großen Zuschauerer­folg entwickelte sich auch seine Showsendung "Sing' mit Horst" (mit Horst Jankowski und dessen Chor).

 

Dauerbrenner in den 70ern

1969 produzierte er mit riesigem Erfolg seine erste "Peter Alexander-Show", der 26 weitere Shows mit dem beliebten Künstler folgten. Dauerbrenner wurden auch seine Sendungen mit Anneliese Rothenberger ("Anneliese Rothenberger gibt sich die Ehre", "Anneliese Rothenberger stellt vor", "Anneliese Rothenberger stellt vor: Kleine Leute ganz groß" und" Anneliese Rothenbergers Gästebuch") sowie die "Wencke Myhre Show".

 

Der "Unterhaltungsfuzzi", wie Rademann sich selbst nennt, ist zudem Erfinder der so genannten "Specials". Den Einstand gab er mit "Lilli Palmer: Eine Frau bleibt eine Frau". Mit der von Rademann konzipier­ten Comedy-Serie "Ein verrücktes Paar" wurden Harald Juhnke und Grit Böttcher zu Top-Stars auf deutschen Bildschirmen.

 

Gala für die Krebshilfe

Darüber hin­aus produzierte Wolfgang Rademann Gustav Knuths "Künstlerstamm­tisch" und die viel beachtete Anti-Raucher-Sendung "Blauer Dunst" (mit Antje Schaeffer-Kühnemann, Mildred Scheel und Manfred Köhnlechner). 1975 brachte er 42 deutsche Film- und Fernsehstars zum Gala-Abend "Treffpunkt Herz", der ersten deutschen Krebshilfe-Gala, auf die Fernsehbühne. Und mehrmals verpflichtete er den amerikanischen Talkshow-Spezialisten Dick Cavett.

 

Weitere große Erfolge waren die Sendungen "So schön wie heut" (Franz Grothe Jubiläumsshow), "Schön war die Zeit" (Peter Kreuder Jubiläumsshow), "Lach mal wieder" (Comedy-Serie mit Günther Pfitzmann) und natürlich - nicht zu vergessen - die Serien, für die Wolfgang Rademann als Produzent fungierte: "Das Traumschiff", "Die Schwarzwaldklinik", "Schöne Ferien", "Hotel Paradies", "Insel der Träume" und andere.

 

"Ein-Mann-Betrieb"

Zu all seinen Sendungen liefert Wolfgang Rademann Konzeption und Ideen, verpflichtet Autoren, Regisseure, Künstler, Tänzer und Musiker, sorgt für Studios und Technik im "Ein-Mann-Betrieb" - ohne Büro und Mitarbeiterstab wird fast alles durch ihn selbst erledigt. Ideengeber sind Wolfgang Rademann sieben Zeitungen täglich, 20 Illustrierte wö­chentlich sowie Kino und Fernsehen. "Ich sammle und beobachte Trends", so Rademann über den "Workaholic" Rademann, der ein un­trügliches Gespür für das Unterhaltungsbedürfnis der breiten Masse besitzt.

 

Er transportiere keine "Message", wolle nicht erziehen, belehren oder beeinflussen und schiele nicht nach intellektuellen Späßen oder Kritikerlob, sondern verstehe sich nur im Dienst eines breiten Publikums, sagte Wolfgang Rademann einmal. Vielleicht ist gerade das sein Erfolgsrezept.

 
 
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